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Eine Leseprobe:


Side, August

Ich sitz erschöpft am Wüstenrand,

trink gelben Apfelsud.

Der Stadtbasar tobt hinter mir,

den Schweiß treibt mir die Glut.

 

Ein zartes Band weht durch die Luft,

trägt gelben Sand zum Meer.

Zehnstöckige Touristengruft

entlässt ihr blasses Heer.

 

Die Safranhändler preisen laut,

Gemüse will nicht säumen.

Ein stillen Garten wünsch ich mir,

mit Quellen, Gras und Bäumen.

 

Ganz Side brennt sich durch den Tag

und presst Orangensaft.

Als dann die Sonne nicht mehr mag,

Strandkrebse sammeln Kraft.

 

Der gelbe Mond wird zum Lampion,

wenn bald die Fete steigt.

Im bunten Lichterstrandlokal,

wirds Partykleid gezeigt.

 

Jetzt will ich auch hinab zum Strand,

dort wird es endlich kühl.

Ich hör allein dem Meere zu,

bis ich mich besser fühl.

 

Ich sehn mich heim und geb es zu,

ich wollt mal Side sehn.

Doch vierzig Grad hier im August,

ach, Kiel wär auch mal schön.



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